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<title>Blaufuchsfell</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Blaufuchsfell</span></h1>
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<p>Als <b>Blaufuchsfell</b> wird das <a href="Fell" title="Fell">Fell</a> des <a href="Polarfuchs" title="Polarfuchs">Polarfuchses</a> (im <a href="Farbschlag" class="mw-redirect" title="Farbschlag">Farbschlag</a> <i>Blaufuchs</i>) bezeichnet. Der andere der beiden zoologischen Farbschläge wird <i>Weißfuchs</i> genannt, dessen Fell (das <a href="Polarfuchsfell" title="Polarfuchsfell">Polarfuchsfell</a>), ebenfalls eine <a href="Pelz" title="Pelz">Pelz</a>-Handelsware darstellt.
</p><p>Der <i>Blaufuchs</i>, ein Weißfuchs-Farbschlag, gilt als wertvoller als das verfilztere und kleinere Fell des Weißfuchses. Fast weiße Blaufüchse mit nur leicht angedeuteter dunklerer Fellmitte werden als <i>Shadowfuchs</i> gehandelt; reinweiße Felle gegenüber dem Endverbraucher meist, wie das des Polarfuchses, als Weißfuchs.
</p><p>In der Fachsprache der <a href="Rauchwaren" title="Rauchwaren">Rauchwarenbranche</a> werden die dunklen, blaustichigen Winterfelle aller Fellarten als „blau“ bezeichnet, nicht nur die der „Blau“füchse, im Gegensatz zu „rot“, den eher helleren und deshalb meist weniger geschätzten Farbvarianten der gleichen Fellart.
</p><p>Der Pelzhandel zählt das Blaufuchsfell zu den so genannten <i>Edelfuchsfellen</i>, wie das <a href="Silberfuchsfell" title="Silberfuchsfell">Silberfuchsfell</a>, das Polarfuchsfell und das <a href="Kreuzfuchsfell" title="Kreuzfuchsfell">Kreuzfuchsfell</a>.
</p><p>Die wildlebenden europäischen Populationen des Blau- und des Polarfuchses sind nach der <a href="Bundesartenschutzverordnung" title="Bundesartenschutzverordnung">Bundesartenschutzverordnung</a> streng geschützt.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fell">Fell</h2></div>
<p>Die Felle aus <a href="Wildfang" title="Wildfang">Wildfängen</a> sind etwa 50 bis 65&nbsp;cm lang, der Schweif 25 bis 35&nbsp;cm, die Felle männlicher Tiere sind nur wenig größer als die der weiblichen. Felle aus Zuchten sind erheblich größer.
</p><p>Das lange und sehr seidige Haar variiert von blaubraun und hellstem „<a href="Caf%C3%A9_au_lait" class="mw-redirect" title="Café au lait">café au lait</a>“ bis hellblaugrau und tief dunkelbraun, mitunter fast schwarz mit Schattierungen nach rostrot und <a href="Lehm" title="Lehm">lehmigschmutzig</a>, teilweise mit Silberhaar. Das Sommerfell ist dunkelschwarzbraun und meist etwas bräunlicher als das Winterfell.
</p><p>Der Haarwechsel beginnt häufig gegen Ende der <a href="Brunft" title="Brunft">Ranz</a>, am Fell trächtiger Fähen ist er besonders deutlich sichtbar. Die ersten Haare fallen an den Schultern aus. Im August beginnt sich das Winterfell zu bilden.<sup id="cite_ref-Schöps_Polarfüchse_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Schöps_Polarfüchse-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Fell junger Blau- und Weißfüchse aus freier Wildbahn ist anfangs völlig dunkel; die russischen Pelzjäger nennen diese Altersstufe Nornik („Höhlenbewohner“). Die späten Sommerfelle sind an den Seiten, der Bauchpartie und an den Läufen heller, während der dunkelgraue Farbton auf Nacken, Schultern und Rücken bleibt, wo er eine kreuzähnliche Zeichnung ergibt. Diese Felle werden als Krestowatik („Kreuzträger“) bezeichnet.<sup id="cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Schmidt_Pelztiere-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1960 traten in Polen in Einzelfällen erstmals auch von Geburt an weiße Tiere auf, deren systematische Zucht weiter verfolgt wurde. Auch in Norwegen sollen solche Tiere vorgekommen sein. Bei den in Polen aufgetretenen weißen Jungfüchsen handelte es sich wahrscheinlich um zwei genetisch verschiedene <a href="Mutation" title="Mutation">Mutationen</a>. Bereits nach einigen Tagen waren zwei Mutationen leicht zu unterscheiden, die einen blieben reinweiß, die anderen hatten die charakteristische Zeichnung und Farbe des <a href="Platinfuchsfell" title="Platinfuchsfell">Platinfuchses</a>.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zuchtblaufüchse weisen einen völlig anderen Haaraufbau auf als ihre wilden Vorfahren. Das Wollvlies ist dünner, die Haarstärke beträchtlicher. Auch farblich zeigt sich ein verändertes Bild. Das Grundhaar ist praktisch weiß und nur im unteren Bereich grau angetönt. Die Grannenenden zeigen mehr oder weniger bläulichbraune Färbung.<sup id="cite_ref-Veredlung_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-Veredlung-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Herkommen aus Wildfängen werden vom Handel unterschieden in<sup id="cite_ref-Fränkel_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-Fränkel-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<dl><dd><i>Russland-Sibirien</i>: Mittelgroß, mittelrauch; sehr seidig. Hellfarbig, teils gesilbert. Etwa gleich dem Grönlandtyp.</dd>
<dd><i>Arctic (Arc)</i>: Aus Nordkanada und Westgrönland. Mittelgroß, seidig und bei heller und dunkler Farbe mitunter auch silbrig.</dd>
<dd><i>Isländer</i>: Klein, hellgrau, teils wollig, fast milchiges, bläulichgrau erscheinendes Unterhaar. Rücken und Schweif oft mit weißen <a href="Granne" title="Granne">Grannen</a> durchmischt. Island liefert die schwächeren, Grönland die kräftigeren Qualitäten.<sup id="cite_ref-Pelztieratlas_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-Pelztieratlas-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></dd>
<dd><i>Grönländer</i>: Fast violettschimmernd, licht mit hellem seidigen Grannenhaar. Silberung oft markant. Üppig behaarte <a href="Wamme" title="Wamme">Wamme</a>.</dd>
<dd><i>Alaska</i>: Herkommen Hudson Bay und Labrador (Alaskatyp) sind groß, sehr rauch (vollhaarig) und seidig. Dunkel und wenig gesilbert. Die Alaskasorten sind größer, aber etwas gröber und wolliger im Haar, jedoch blau.</dd></dl>
<p>Der <i><a href="Pelzhaltbarkeit" title="Pelzhaltbarkeit">Haltbarkeitskoeffizient</a></i> für Edelfuchsfelle wird mit 50 bis 60 Prozent angegeben.<sup id="cite_ref-Anmerkung1_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-Anmerkung1-7"><span class="cite-bracket">[</span>Anmerkung 1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Haltbarkeitskoeffizient_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-Haltbarkeitskoeffizient-8"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei einer Einteilung der Pelztiere in die <i>Feinheitsklassen</i> seidig, fein, mittelfein, gröber und hart wird das Blaufuchshaar als fein eingestuft.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In den Handel kommen nur die Winterfelle, sowohl vom Blau- wie auch vom Weißfuchs. Jagd und Fang von Jungtieren im Sommerkleid sind verboten.<sup id="cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-Schmidt_Pelztiere-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allgemeine Jagd- und Fangverbote für Polarfüchse bestehen in Schweden seit 1928, in Norwegen und Finnland seit 1930.<sup id="cite_ref-Schöps_Polarfüchse_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-Schöps_Polarfüchse-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte,_Handel,_Zucht"><span id="Geschichte.2C_Handel.2C_Zucht"></span>Geschichte, Handel, Zucht</h2></div>

<p>Dem Pelzhändler <a href="Stepan_Glotow" class="mw-redirect" title="Stepan Glotow">Stepan Glotow</a> war es 1759 gelungen, über die Inseln <a href="Unalaska_Island" title="Unalaska Island">Unalaska</a> und <a href="Umnak" title="Umnak">Umnak</a> die Küste von Alaska zu erreichen. Bald schon folgten andere, um den <i>märchenhaften Pelzreichtum</i>, der den Sibiriens bei weitem übertraf, auszubeuten. Der bedeutendste Nutznießer war der Kaufmann Gregor Schelechow aus <a href="Ochotsk" title="Ochotsk">Ochotsk</a>. Bereits von seinem ersten Besuch brachte er neben 17 Tonnen <a href="Walross" title="Walross">Walrosszähnen</a>, 8 Tonnen <a href="Fischleim" class="mw-redirect" title="Fischleim">Fischleim</a>, 2000 <a href="Biberfell" title="Biberfell">Biberfellen</a>, 4000 <a href="Seeotterfell" class="mw-redirect" title="Seeotterfell">Seeotterfellen</a> auch 6000 Blaufuchsfelle mit.<sup id="cite_ref-Schier_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-Schier-10"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Gattin <a href="Heinrich_II._(Frankreich)" title="Heinrich II. (Frankreich)">Heinrichs II.</a> von Frankreich, <a href="Katharina_de_Medici" class="mw-redirect" title="Katharina de Medici">Katharina de Medici</a> (* 13. April 1519; † 5. Januar 1589), besaß während der Höchstpreisphase des Blaufuchspelzes einen sehr kostbaren, aufwendig blaufuchs<a href="Verbr%C3%A4mung" title="Verbrämung">verbrämten</a> Mantel.<sup id="cite_ref-Davey_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-Davey-11"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Blaufuchsfell galt schon immer wertvoller als das Fell des Weißfuchses, lediglich etwa in den 1920er Jahren erlebte auch der Weißfuchs eine Blütezeit als glamouröses Kleidungsstück. In manchen Gegenden führte die bevorzugte Bejagung des Blaufuchses dazu, dass sich das ehemalige natürliche Gleichgewicht zugunsten der Weißfüchse verschob. Auf der <a href="Beringinsel" title="Beringinsel">Beringinsel</a> wurden um 1742 fast nur Blaufüchse erbeutet, die „bis auf einen kümmerlichen Rest“ vernichtet wurden, die Weißfüchse blieben fast unbehelligt (nach <a href="Georg_Wilhelm_Steller" title="Georg Wilhelm Steller">Steller</a>). Gleiche Verschiebungen durch diese gezielte Jagd lässt sich auch für das <a href="N%C3%B6rdliches_Eismeer" class="mw-redirect" title="Nördliches Eismeer">sibirische Eismeergebiet</a> feststellen.<sup id="cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-Schmidt_Pelztiere-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eines der vom Polarfuchs bestbesiedelten Gebiete ist die Westküste Grönlands. Früher kamen hier in einem Fang auf 10 Blaufüchse 7 Weißfüchse. 1961 hieß es: „Seit einiger Zeit lautet das Verhältnis jedoch 5&nbsp;: 5. An der Ostküste überwiegt der Weißfuchs von jeher. Fangergebnis 2 Blaufüchse zu 10 Weißfüchsen“.<sup id="cite_ref-Schöps_Polarfüchse_1-2" class="reference"><a href="#cite_note-Schöps_Polarfüchse-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>Das russische <a href="Arktisches_und_Antarktisches_Forschungsinstitut" title="Arktisches und Antarktisches Forschungsinstitut">arktische Institut</a> beobachtete auf den <a href="Kommandeurinseln" title="Kommandeurinseln">Kommandeurinseln</a>, dass etwa alle vier Jahre „Große“ Blaufuchsjahre mit ungewöhnlichen Mengen von Tieren auftreten.<sup id="cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-3" class="reference"><a href="#cite_note-Schmidt_Pelztiere-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1858 verfügte ein russischer Erlass die Tötung aller Weißfüchse bei gleichzeitiger Einschränkung der Jagd auf den Blaufuchs.<sup id="cite_ref-Pictorial_12-0" class="reference"><a href="#cite_note-Pictorial-12"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-KüZei_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-KüZei-13"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das erste besondere wirtschaftliche Interesse am Blaufuchsfell zeigte sich, als 1835 Russen Blaufüchse nach der Aleuteninsel <a href="Kiska_Island" title="Kiska Island">Kiska</a>, nach Amilia Island und in das <a href="Kaskadengebirge" class="mw-redirect" title="Kaskadengebirge">Kaskadengebirge</a> brachten, um sie sich dort, anfangs freilaufend, weiterentwickeln zu lassen. 1885 begann dann durch die Semidi Propagation Co. von <a href="Kodiak_(Alaska)" title="Kodiak (Alaska)">Kodiak</a> die Farmzucht mit zehn Pärchen wild auf den <a href="Pribilof-Inseln" title="Pribilof-Inseln">Pribilof-Inseln</a> lebender Tiere, die zur Zucht auf die Insel Chowiet, das spätere <a href="Semidi_Islands" title="Semidi Islands">South Semidi</a>, vor Alaska gebracht wurden. Das Unternehmen selbst hatte keinen finanziellen Erfolg, dadurch dass die Gesellschaft auch andere Inseln mit Zuchttieren versorgte, legte sie jedoch den Grundstock für die Blaufuchszucht in Alaska. Der eigentlich Aufschwung begann 1916, nach der durch den Ersten Weltkrieg zeitweilig verursachten verringerten Nachfrage.<sup id="cite_ref-Ewing_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-Ewing-14"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Landwirtschaftsamt_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-Landwirtschaftsamt-15"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Emil_Brass" title="Emil Brass">Emil Brass</a> berichtet 1911 über Blaufüchse unter anderem auf den Pribilof-Inseln <a href="Sankt-Paul-Insel_(Alaska)" title="Sankt-Paul-Insel (Alaska)">St. Paul</a> und <a href="St._George_Island_(Alaska)" title="St. George Island (Alaska)">St. George</a>. Die dort freilaufend gehaltenen, heimischen Füchse sind <i>„groß und gut in Farbe. Die Tiere werden dort sachgemäß gezüchtet und nur die besten Exemplare zur Zucht zugelassen… Es ist dadurch gelungen, die Rasse wesentlich zu verbessern, so dass die Felle einen guten Preis holen. Etwa 500 Stück jährlich werden jetzt dort getötet. Auch auf verschiedenen anderen Inseln an der Küste von Alaska werden Blaufüchse in sogenannten Fuchsfarmen jetzt gezüchtet, wozu das Land von der Regierung zu einem ganz nominellen Betrage gepachtet wird. Diese Unternehmungen bezahlen sich sehr gut. Es kommen jährlich jetzt etwa 3 bis 4000 Blaufüchse von der Küste Alaskas in den Handel nach London, voraussichtlich wird sich diese Zahl aber bald erheblich vergrössern. Auch aus dem nördlichen Sibirien kommen Blaufüchse von guter Qualität und Farbe, grosse Felle, die aber etwas matt in Farbe sind. Die genaue Zahl habe ich nicht feststellen können, es dürften aber nicht mehr als einige Tausend Stück jährlich sein. Die von der Polargegend nach Seattle und San Francisco kommenden Felle bleiben fast alle im Lande. Der Wert eines Blaufuchses ist je nach Qualität 60 bis 200 Mk. per Stück“</i>.<sup id="cite_ref-Brass_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-Brass-16"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1926 waren es sechs Gruppen von Alaska-Inseln, auf denen Blaufüchse gezüchtet wurden. Die erste Gruppe wurde von den südöstlich von Alaska gelegenen Inseln oder dem <a href="Alexanderarchipel" title="Alexanderarchipel">Alexanderarchipel</a> gebildet; die zweite Gruppe befand sich auf <a href="Prinz-William-Sund" title="Prinz-William-Sund">Prinz-William-Sund</a>, die dritte in dem Lower <a href="Cook_Inlet" title="Cook Inlet">Cook Inlet</a>, die vierte im Kodiak-Afognak-Distrikt, die fünfte auf der Halbinsel Alaska selbst und die sechste auf den <a href="Aleuten" title="Aleuten">Aleuteninseln</a>. Zu der Zeit zeichnete sich jedoch bereits ab, dass eine Gehegehaltung wahrscheinlich weniger verlustreich ist als die Inselzucht. Unter anderem gingen den Züchtern Füchse nicht nur durch Greifvögel verloren, sondern es zeigte sich, dass die Füchse gute Schwimmer sind und auf nahegelegene Inseln oder das Festland verschwanden.<sup id="cite_ref-Landwirtschaftsamt_15-1" class="reference"><a href="#cite_note-Landwirtschaftsamt-15"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1801 schreibt Buse über die Blaufüchse: „Ihre Seltenheit macht sie schätzbar. Ihr Haar spiegelt einen schönen Glanz.“ Und über Gebrauch und Wert: „…Mit Weißen füttert man die ungarischen Pelze. … Aus Blauen macht man Pelze und Aufschläge für die Damen. Sie werden ihres hohen Preises wegen nur von reichen und vornehmen Leuten gebraucht … Der Zeitwert dieser Felle ist 10 bis 25 Thaler per Stück.“<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Teilen des nördlichen Amerikas bildeten Blaufuchsfelle noch um 1900 „geradezu eine Art von Tauschgeld mit den eingeborenen Eskimos“.<sup id="cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-4" class="reference"><a href="#cite_note-Schmidt_Pelztiere-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im grönländischen <a href="Qaanaaq" title="Qaanaaq">Thule</a> trugen die Inuitfrauen noch in den 1920er Jahren Ganzkörperpelze aus Blaufuchs, die aus 14 Fellen gearbeitet waren und den „beachtlichen“ damaligen Wert von 7000 dänischen Kronen darstellten.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Fast gleichzeitig mit den Silberfüchsen begann man auch Blaufüchse zu züchten (1890er Jahre), doch erreichte die Zucht bis zum Zweiten Weltkrieg nicht das gleiche Ausmaß.<sup id="cite_ref-Fränkel_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-Fränkel-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die italienische Modeautorin Irene Brin erinnert sich im Zusammenhang mit dem Auftreten Marlene Dietrichs an der Bar in Colony, gekleidet in den ersten Rotfuchsmantel, der öffentlich wahrgenommen wurde: „Es ist erst einige Jahre her, als 1932 die Leute anfingen, helle Füchse zu tragen, die im Frühjahr die traditionellen <a href="Maulwurffell" title="Maulwurffell">Maulwurfstolen</a>, die <a href="Baummarderfell" class="mw-redirect" title="Baummarderfell">Baummarderkolliers</a> oder die <a href="Pelzkrawatte" title="Pelzkrawatte">Krawatten</a> aus <a href="Steinmarderfell" class="mw-redirect" title="Steinmarderfell">Steinmarder</a> ersetzten: und jetzt will jeder zwei ganze Füchse mit den Schnauzen nebeneinander und zusammengebundenen Pfoten haben, während die Damen mit größeren Ambitionen ihren ersten Silberfuchskragen einweihen.“<sup id="cite_ref-Municchi_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-Municchi-19"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Blaufuchszucht entwickelte sich sehr langsam, die relativ starken Anlieferungen aus der freien Wildbahn hielten den Fellpreis niedrig, auch erwies sich die Zucht trotz größerer Würfe schwieriger als die des Silberfuchses.<sup id="cite_ref-KüZei_13-1" class="reference"><a href="#cite_note-KüZei-13"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Felle kommen heute hauptsächlich aus Skandinavien, Polen, der ehemaligen Sowjetunion und Nordamerika.
</p>

<p>Mit Beginn des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkriegs</a> 1939/40 kehrte sich die Mode vom Langhaarpelz ab&nbsp;– in Deutschland erst zum Anfang der <a href="W%C3%A4hrungsreform" title="Währungsreform">Währungsreform</a> 1948&nbsp;– und die Zeit des <a href="Persianer" title="Persianer">Persianers</a> und später die des <a href="Nerzfell" title="Nerzfell">Nerzes</a> begann. Erst seit etwa den 1960er Jahren nahm die Blaufuchszucht wieder zu.<sup id="cite_ref-Louise_20-0" class="reference"><a href="#cite_note-Louise-20"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Wieland_21-0" class="reference"><a href="#cite_note-Wieland-21"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wie bei anderen Fellarten auch hat sich die Geschmacksrichtung beim Blaufuchspelz im Laufe der Jahre verändert. Vor 1940 verlangte man noch nach besonders dunklen, fachsprachlich blauen, Füchsen. 1970 beschreibt <a href="Fritz_Schmidt_(Zoologe)" title="Fritz Schmidt (Zoologe)">Fritz Schmidt</a> den neuen Fuchstyp: „Ein Fuchs, der vom Kopf bis zum Schwanzende mit weichen und reinfarbigen Grannenhaaren, die bis zur gewünschten Kontrastwirkung wegen eine schwarze Schwanzspitze aufweisen müssen, gut gedeckt ist. Seine Farbe reicht bei einer weißen oder stark blaugetönten Unterwolle vom ganz hellen bis zum tiefdunklen Blau bzw. Blaugrau, und eine zumeist stark ausgebreitete Silberung vervollständigt den weichen, seidigen Charakter dieses Felles.“<sup id="cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-5" class="reference"><a href="#cite_note-Schmidt_Pelztiere-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diesen Vorstellungen kam der grönländische Typ am nächsten, eine zielbewusste Kreuzung aus wilden und gezüchteten Tieren zunächst rein grönländischer Herkunft. Vom Island-Fuchs stammt das reine Silber, vom Spitzbergen-Fuchs das reichliche kurze, glatte und weiche Deckhaar sowie die dichte kräftige Unterwolle und vom Jan-Mayen-Fuchs die klare blaue Farbe. Außerdem war durch beständige Zuchtauslese die Körperlänge inzwischen 15 bis 20 Zentimeter größer.<sup id="cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-6" class="reference"><a href="#cite_note-Schmidt_Pelztiere-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Amerika wird meist der Alaskatyp gezüchtet, in Norwegen und Finnland ein sehr heller Blaufuchstyp, in Schweden der Alaska- und Grönlandtyp (Stand 1988).<sup id="cite_ref-Fränkel_5-2" class="reference"><a href="#cite_note-Fränkel-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Blaufüchse aus Norwegen werden seit 2017 unter der Bezeichnung <i>Norwegian Blue Fox</i> als eigener Fuchstyp gehandelt. Sie entstammen einer Kreuzung aus Alaska-Blaufuchs und Arctic-Blaufuchs. Kennzeichnend für den Typ ist ein kurzes, blaues und schwarzspitziges Oberhaar mit deutlichem Kontrast zur dichten und kurzen Unterwolle, die ziemlich hellfarbig ist, am Grund leicht blau schattiert.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Qualitativ sehr gute und große Blaufuchsfelle kommen aus Polen, sie sind ähnlich den guten norwegischen Qualitäten. Durch die oft besonders dichte Granne eignen sie sich gut zum Färben. 1988 bestand das Angebot aus je einem Drittel Felle der Größen Extra Große, Große und Mittelgroße beziehungsweise Kleine. Die hauptsächlichen Farben waren Pale, Medium, Dark und Extra Dark. Vergleichsweise mit anderen Zuchten gab es nur wenig Untersorten.<sup id="cite_ref-Fränkel_5-3" class="reference"><a href="#cite_note-Fränkel-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<table class="wikitable" style="text-align:left">

<caption>Auf den Auktionen werden Fuchsfelle in verschiedene Größen, Qualitäten und Farben sortiert angeboten:
</caption>
<tbody><tr>
<th>Polnische<br>und Skandinavische</th>
<th>Russische</th>
<th>Isländer<br>und Grönländer
</th></tr>
<tr>
<td><b>Größen:</b></td>
<td></td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>00 = über 106 cm</td>
<td>0 = über 80 cm</td>
<td>1 = mehr als 85 cm
</td></tr>
<tr>
<td>0 = 97–106 cm</td>
<td>1 = 79–79,9 cm</td>
<td>2 = 75–85 cm
</td></tr>
<tr>
<td>1 = 88–97 cm</td>
<td>2 = unter 75 cm</td>
<td>3 = 65–75 cm
</td></tr>
<tr>
<td>2 = 79–88 cm</td>
<td></td>
<td>4 = unter 65 cm
</td></tr>
<tr>
<td>3 = 70–79 cm</td>
<td></td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>4 = unter 70 cm</td>
<td></td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td><b>Sorten:</b></td>
<td></td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>A1, A2, A3<br>B1, B2, B3<br>C1, C2, C3<br>selected, damaged<br>und nur für <i>polnische</i>:<br>Syrena 1 und 2 (als Sonderqualitäten)</td>
<td>I, II, III, IV<br> damaged</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td><b>Farben:</b></td>
<td></td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>exexdark, ex dark,<br>medium Pale, expale</td>
<td>Dark, medium,<br>pale, expale</td>
<td>Light silvery, medium silvery,<br>dark silvery, light medium,<br>dark, pale, mixed
</td></tr>
<tr>
<td colspan="3">Die Rückenmitte (der <a href="Grotzen_(Fell)" title="Grotzen (Fell)">Grotzen</a>) bildet dabei jeweils die dunkelste Zone.
</td></tr></tbody></table>
<div style="clear:both;"></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Veredlung">Veredlung</h2></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Pelzveredlung" title="Pelzveredlung">Pelzveredlung</a></i></div>
<p>Wie bei anderen Füchsen erfolgt die <i>Zurichtung</i> beim rund abgezogenen, nicht aufgeschnittenen Fell.
</p><p>Neben der naturfarbenen Verwertung eignet sich das Blaufuchsfell aufgrund seiner hellen Farbe, bis hin zu weiß, und der ebenmäßigen Fellfläche ideal zum <i>Einfärben</i> in alle Modefarben, hauptsächlich für die Textilindustrie in den jeweiligen Stofffarben der Saison. Unifärbungen in naturähnlichen Tönen sowie alle Phantasienuancen bis schwarz werden je nach Wunsch hergestellt. Doppelfärbungen auf Bleibasis ermöglichen Farbspiele zwischen Ober- und Unterhaar. Für Farbtöne des mittleren Bereichs durch <a href="Metallkomplexfarbstoff" class="mw-redirect" title="Metallkomplexfarbstoff">Metallkomplexfarbstoffe</a> wird die dafür benötigte Hitzebeständigkeit durch eine Chromierung des Leders erzeugt. Dunkle Nuancen lassen sich mit Oxydationsfarbstoffen gut deckend herstellen, als Basis dient meist eine <a href="Chrom(III)-kaliumsulfat-Dodecahydrat" class="mw-redirect" title="Chrom(III)-kaliumsulfat-Dodecahydrat">Chromkalibeize</a>. Pastellige Abweichungen werden aus <a href="Lichtechtheit" title="Lichtechtheit">Echtheitsgründen</a> mit <a href="S%C3%A4urefarbstoffe" title="Säurefarbstoffe">Säurefarbstoffen</a> aus der <a href="Alizarin" title="Alizarin">Alizarinreihe</a> erzeugt.<sup id="cite_ref-Veredlung_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-Veredlung-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Bläuen, auch Weißfärben genannt, sollte nur in beschränkten Rahmen vorgenommen werden. Bei starker Lichteinwirkung, besonders im Hochgebirge, verblassen beziehungsweise vergilben die Haare relativ schnell und stehen dann zu der Originaltönung der nicht mit dem Licht in Kontakt gekommenen Bekleidungsteile in unschönem Kontrast. Völlig naturbelassene Ware verhält sich bei Sonneneinstrahlung erheblich weniger empfindlich.<sup id="cite_ref-Veredlung_4-2" class="reference"><a href="#cite_note-Veredlung-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Blaufuchsähnliche Veredlungen</i> gab es auf <a href="Rotfuchsfell" title="Rotfuchsfell">Rotfuchs-</a>, <a href="Wei%C3%9Ffuchsfell" class="mw-redirect" title="Weißfuchsfell">Weißfuchs-</a>, <a href="Amerikanisch_Opossum" class="mw-redirect" title="Amerikanisch Opossum">Amerikanisch Opossumfell</a>, <a href="Hasenfell" title="Hasenfell">Hasen-</a>, <a href="Kaninfell" title="Kaninfell">Kanin-</a>, Flughörnchen- und <a href="Luchsfell" title="Luchsfell">Luchsfellen</a>.<sup id="cite_ref-Pelzlexikon_23-0" class="reference"><a href="#cite_note-Pelzlexikon-23"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verarbeitung">Verarbeitung</h2></div>

<p>Die Verarbeitung unterscheidet sich nicht wesentlich von der anderer Edelfuchsarten, siehe dazu vor allem die <a href="Silberfuchsfell#Verarbeitung,_Verwendung" title="Silberfuchsfell">Verarbeitung und Verwendung von Silberfuchsfell</a> und von <a href="Polarfuchsfell#Veredlung,_Verarbeitung" title="Polarfuchsfell">Polarfuchsfell</a>, für die Herstellung der einmal so beliebten Pelzschals in Tierform <a href="Pelzkollier#Das_Arbeiten_eines_Rotfuchskolliers" title="Pelzkollier">Das Arbeiten eines Rotfuchskolliers</a>.
</p><p>Blaufuchsfelle werden zu allen Arten von Pelzbekleidung verarbeitet, schon immer hauptsächlich für Besätze, Verbrämungen, Schals, Muffe und Pelzkolliers. Die Felle werden in Westeuropa immer noch hauptsächlich für Besätze auf Stoffkonfektion und Kleinteile genutzt, bis etwa in die 1970er Jahre häufiger, heute noch vereinzelt, für Mäntel und Jacken, seit Einführung der <a href="Pelzn%C3%A4hmaschine" class="mw-redirect" title="Pelznähmaschine">Pelznähmaschine</a> vor 1900 oft auch in der fellsparenden <a href="Galonieren" title="Galonieren">Galoniertechnik</a>.
</p><p>Mit dem so genannten <i><a href="Auslassen_(K%C3%BCrschnerei)" title="Auslassen (Kürschnerei)">Auslassen</a></i> können Felle in der Form beliebig verändert werden. Hierbei werden durch schmale V- bzw. A-förmige Schnitte die Felle auf Kosten der Breite in jede gewünschte Länge, bis hin zum bodenlangen Abendmantel, gebracht.
</p><p>In Zeiten, in denen geschorene und gerupfte Pelze aktuell waren, wurden ohne größeren kommerziellen Erfolg auch immer wieder Füchse auf diese Optik hin geschoren. Wie bei anderen Pelzarten werden geschorene Fuchsfelle heute meist mit dem Namenszusatz „Samt“ oder „Soft“ versehen, also <i>Samtfuchs</i> oder <i>Softfuchs</i>. Als Schurhöhe wird für Blaufuchs etwa 14 bis 18 Millimeter empfohlen.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Jahr 1965 wurde der Fellverbrauch für eine für einen Blaufuchsmantel ausreichende Felltafel aus größeren Fellen mit 14 bis 16 Stück, aus kleineren Fellen mit 17 bis 20 Stück angegeben (sogenanntes <a href="Pelzhalbfabrikat" title="Pelzhalbfabrikat">Mantel-„Body“</a>). Zugrundegelegt wurde eine Tafel mit einer Länge von 112 Zentimetern und einer durchschnittlichen Breite von 150 Zentimetern und einem zusätzlichen Ärmelteil. Das entspricht etwa einem Fellmaterial für einen leicht ausgestellten Mantel der Konfektionsgröße 46 des Jahres 2014. Die Höchst- und Mindest-Fellzahlen können sich durch die unterschiedlichen Größen der Geschlechter der Tiere, die Altersstufen sowie deren Herkunft ergeben. Je nach Pelzart wirken sich die drei Faktoren unterschiedlich stark aus.<sup id="cite_ref-Materialbedarf_25-0" class="reference"><a href="#cite_note-Materialbedarf-25"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wie bei den meisten Fellarten wird auch vom Blaufuchs jedes Fellteil genutzt. Aus den bei der Verarbeitung abfallenden Fellresten werden Fuchsstücken-, Fuchswammen und Fuchspfotentafeln gefertigt. Der Hauptort für die Verwertung der in Europa anfallenden <a href="Fellreste" class="mw-redirect" title="Fellreste">Fellreste</a> ist <a href="Kastoria" title="Kastoria">Kastoria</a> in Griechenland sowie der in der Nähe liegende kleinere Ort <a href="Siatista" title="Siatista">Siatista</a>. Diese <a href="Halbfertigprodukt" class="mw-redirect" title="Halbfertigprodukt">Halbfertigprodukte</a> werden zum größten Teil wieder exportiert und dann zu <a href="Pelzinnenfutter" title="Pelzinnenfutter">Pelzinnenfuttern</a>, Jacken, Mänteln und Besätzen gearbeitet. Aus den Schweifen macht man Kapuzenverbrämungen, auch dienen sie als Anhänger für Schlüsselbunde, Taschen usw., bei entsprechender Mode auch als <a href="Boa_(Schal)" title="Boa (Schal)">Boas</a>.
</p>
<ul class="center gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 235px">
<div class="thumb" style="width: 230px; height: 230px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Arbeiten eines Blaufuchs-Kurzmantel</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 235px">
<div class="thumb" style="width: 230px; height: 230px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">… für einen Designer-Wettbewerb</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 235px">
<div class="thumb" style="width: 230px; height: 230px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">… anlässlich der Pelzmesse 2009 in Mailand:</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 235px">
<div class="thumb" style="width: 230px; height: 230px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Rückenansicht des galonierten Mantels</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zahlen">Zahlen</h2></div>

<ul><li><i>1927</i> werden in der kanadischen Statistik Blaufuchsfelle erstmals, mit 119 Stück, separat aufgeführt. Sie erzielten einen Durchschnittspreis von 21,18&nbsp;$. Im nächsten Jahr waren es 208 Stück à 23,60&nbsp;$.<sup id="cite_ref-Prentice_26-0" class="reference"><a href="#cite_note-Prentice-26"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>1986</i> ergaben die Wildfänge bei einem Bestand von etwa 140.000 bis 160.000 Tieren in Nordamerika einen Fellanfall von jährlich 40.000 bis 50.000 Fellen, davon etwa 15.000 aus Kanada. Für die damalige UdSSR waren keine Anfallzahlen bekannt.<sup id="cite_ref-Fränkel_5-4" class="reference"><a href="#cite_note-Fränkel-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>2007</i> kamen aus Skandinavien folgende Mengen in den Handel: Blaufuchs 1.214.000 Felle, Blue Shadow/Weißer Blaufuchs 150.500 Felle, Silberblaufuchs (<i><a href="Bluefrost-Fuchsfell" class="mw-redirect" title="Bluefrost-Fuchsfell">Bluefrost-Fuchs</a></i>) 475.000 Felle (Quelle: Oslo Fur Auctions).</li>
<li><i>Ende November 2015</i> bot Finland’s Fur Traders unter anderem 80.000 gefrorene, nicht zugerichtete Blaufuchsschweife an, das Stück für 0,60 Euro.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<table class="wikitable" style="text-align:right">

<caption>Weltproduktion
</caption>
<tbody><tr>
<th></th>
<th>Blaufüchse</th>
<th>Weißfüchse</th>
<th>Quelle<sup id="cite_ref-Schöps_Polarfüchse_1-3" class="reference"><a href="#cite_note-Schöps_Polarfüchse-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th></tr>
<tr>
<td><b>1864</b></td>
<td>6.500</td>
<td>85.000</td>
<td><small><a href="Heinrich_Lomer" title="Heinrich Lomer">Heinrich Lomer</a></small>
</td></tr>
<tr>
<td><b>1900</b></td>
<td>20.000</td>
<td>90.000</td>
<td><small><a href="Paul_Larisch" title="Paul Larisch">Paul Larisch</a> / Joseph Schmidt</small>
</td></tr>
<tr>
<td><b>1910</b></td>
<td>11.000</td>
<td>83.000</td>
<td><small>Alexander Tuma</small><sup id="cite_ref-Cubaeus2_28-0" class="reference"><a href="#cite_note-Cubaeus2-28"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr>
<tr>
<td><b>1923/24</b></td>
<td>38.000</td>
<td>160.000</td>
<td><small><a href="Emil_Brass" title="Emil Brass">Emil Brass</a></small>
</td></tr>
<tr>
<td><b>1930</b></td>
<td>23.000</td>
<td>170.000</td>
<td><small>IPA – <a href="Internationale_Pelzfach-Ausstellung" title="Internationale Pelzfach-Ausstellung">Internationale Pelzfach-Ausstellung</a> Leipzig</small>
</td></tr>
<tr>
<td><b>1950</b></td>
<td>94.000</td>
<td>140.000</td>
<td><small>Dr. Lübsdorf (In: <i>Das Pelzgewerbe</i>)</small><br>„Außerdem 8.000 Polarfüchse“
</td></tr>
<tr>
<td><b>1975/76</b></td>
<td>2.017.420</td>
<td></td>
<td><small>Arthur C. Prentice</small><sup id="cite_ref-Prentice_26-1" class="reference"><a href="#cite_note-Prentice-26"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>:
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkung">Anmerkung</h2></div>
<ol class="references" data-mw-group="Anmerkung">
<li id="cite_note-Anmerkung1-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Anmerkung1_7-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Die angegebenen vergleichenden Werte (<a href="Koeffizient#Physik" title="Koeffizient">Koeffizienten</a>) sind das Ergebnis vergleichender Prüfung durch Kürschner und Rauchwarenhändler in Bezug auf den Grad der offenbaren Abnutzung. Die Zahlen sind nicht eindeutig, zu den subjektiven Beobachtungen der Haltbarkeit in der Praxis kommen in jedem Einzelfall Beeinflussungen durch Gerbung und Veredlung sowie zahlreiche weitere Faktoren hinzu. Eine genauere Angabe könnte nur auf wissenschaftlicher Grundlage ermittelt werden. Die Einteilung erfolgte in Stufen von jeweils 10 Prozent. Die nach praktischer Erfahrung haltbarsten Fellarten wurden auf 100 Prozent gesetzt.</span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Blue_fox_fur-skins?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Blaufuchsfell</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Blaufuchsfell" class="extiw external" title="wikt:Blaufuchsfell">Wiktionary: Blaufuchsfell</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-Schöps_Polarfüchse-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Schöps_Polarfüchse_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Schöps_Polarfüchse_1-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Schöps_Polarfüchse_1-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Schöps_Polarfüchse_1-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">
Paul Schöps u.&nbsp;a.: <i>Die Polarfüchse</i>. In <i>Das Pelzgewerbe</i> Jahrgang XII Neue Folge, 1961 Nr. 1, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin u.&nbsp;a., S. 5–19.</span>
</li>
<li id="cite_note-Schmidt_Pelztiere-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Schmidt_Pelztiere_2-6">g</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Fritz_Schmidt_(Zoologe)" title="Fritz Schmidt (Zoologe)">Fritz Schmidt</a>: <i>Das Buch von den Pelztieren und Pelzen</i>. F. C. Mayer Verlag, München 1970, S. 203–213.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">J. Szumann: <i>Neugeborene Eisfüchse im weißen Haarkleid</i>. Aus: <i>Brühl</i> Juli/August 1968, VEB Fachbuchverlag Leipzig, S. 10–11.</span>
</li>
<li id="cite_note-Veredlung-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Veredlung_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Veredlung_4-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Veredlung_4-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">
<a href="Anton_Ginzel" title="Anton Ginzel">A. Ginzel</a>: <i>Veredlung. Blaufuchs – einst und jetzt</i>. In: <i>Die Pelzwirtschaft</i>, CB-Verlag Carl Boldt, Heft 1, Dezember 1986, S. 19.</span>
</li>
<li id="cite_note-Fränkel-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Fränkel_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Fränkel_5-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Fränkel_5-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Fränkel_5-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Fränkel_5-4">e</a></sup></span> <span class="reference-text">Christian Franke/Johanna Kroll: <i>Jury Fränkel’s Rauchwaren-Handbuch 1988/89</i>. 10. überarbeitete und ergänzte Neuauflage, Rifra-Verlag Murrhardt, S. 136–138.</span>
</li>
<li id="cite_note-Pelztieratlas-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Pelztieratlas_6-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Dr. <a href="Heinrich_Dathe" title="Heinrich Dathe">Heinrich Dathe</a>, Dr. Paul Schöps, unter Mitarbeit von 11 Fachwissenschaftlern: <i>Pelztieratlas</i>. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 1986, S. 131–133.</span>
</li>
<li id="cite_note-Haltbarkeitskoeffizient-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Haltbarkeitskoeffizient_8-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Dr. Paul Schöps; Dr. H. Brauckhoff, Stuttgart; K. Häse, Leipzig, <a href="Richard_K%C3%B6nig%2C_Rauchwarenhandlung" title="Richard König, Rauchwarenhandlung">Richard König</a>, Frankfurt/Main; W. Straube-Daiber, Stuttgart: <i>Die Haltbarkeitskoeffizienten der Pelzfelle</i> in <i>Das Pelzgewerbe</i>, Jahrgang XV, Neue Folge, 1964, Nr. 2, Hermelin Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin, Frankfurt/Main, Leipzig, Wien, S. 56–58.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Paul Schöps, Kurt Häse: <i>Die Feinheit der Behaarung – Die Feinheits-Klassen</i>. In: <i>Das Pelzgewerbe</i> Jg. VI / Neue Folge, 1955 Nr. 2, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Leipzig, Berlin, Frankfurt am Main, S. 39–40.</span>
</li>
<li id="cite_note-Schier-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Schier_10-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Bruno_Schier" title="Bruno Schier">Bruno Schier</a>: <i>Wege und Formen des ältesten Pelzhandels</i>. <i>Archiv für Pelzkunde</i> Band 1, Verlag Dr. Paul Schöps, Frankfurt am Main, 1951, S. 57–58. Inhaltsverzeichnis.</span>
</li>
<li id="cite_note-Davey-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Davey_11-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Richard Davey: <i>Furs and Fur Garments</i>. The International Fur Store and The Roxburghe Press, London 1895?, S. 82.</span>
</li>
<li id="cite_note-Pictorial-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Pictorial_12-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Arthur Samet: <i>Pictorial Encyclopedia of Furs</i>. Arthur Samet (Book Division), New York 1950, S. 226–229 (englisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-KüZei-13"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-KüZei_13-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-KüZei_13-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><i>Großdeutschlands Pelzfelle und ihre Verarbeitung</i>. 27. Forts., In: <i>Kürschner-Zeitung</i>, 59. Jg. Nr. 43, Verlag Alexander Duncker, Leipzig, 1. Dezember 1942, S. 254–255.</span>
</li>
<li id="cite_note-Ewing-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Ewing_14-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Elizabeth Ewing: <i>Fur in Dress</i>. B. T. Batsford Ltd, London 1981, S. 151 (englisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-Landwirtschaftsamt-15"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Landwirtschaftsamt_15-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Landwirtschaftsamt_15-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">
Landwirtschaftsamt der Vereinigten Staaten von Amerika (Hrsg.): <i>Der Blaufuchs auf Alaska.</i> In: „Die Pelzkonfektion“, 2. Jg. Nr. 1, Berlin Januar 1926, S. 42–46.</span>
</li>
<li id="cite_note-Brass-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Brass_16-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Emil Brass: <i>Aus dem Reiche der Pelze</i>. Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und Kürschner-Zeitung“, Berlin 1911, S. 465–468.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerhard Heinrich Buse: <i>Das Ganze der Handlung</i>. Erfurt 1801, S. 27 (nach Sekundärquelle Schöps <i>Die Polarfüchse</i>, s. dort).</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">n.: <i>Von der „Pelzmode“ der Eskimos</i>. In: „Pelzhandel“, 3. Jg., März 1927, Sächsische Verlagsgesellschaft, Leipzig, S. 154.</span>
</li>
<li id="cite_note-Municchi-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Municchi_19-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Anna Municchi: <i>Ladies in Furs 1900–1940</i>. Zanfi Editori, Modena 1992, S. 129 (englisch) ISBN 88-85168-86-8.</span>
</li>
<li id="cite_note-Louise-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Louise_20-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Marie Louise Steinbauer, Rudolf Kinzel: <i>Marie Louise Pelze</i>. Steinbock Verlag, Hannover 1973, S. 118.</span>
</li>
<li id="cite_note-Wieland-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Wieland_21-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Dr. Dieter Wieland: <i>Organisation des Rauchwarenmarkts</i>. CB-Verlag Carl Boldt, Berlin, Frankfurt 1972, S. 100–102. ISBN 3-920731-01-8.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Abilon: <i>Excellence Through Generations</i>. In: <i><a href="Kopenhagen_Fur" title="Kopenhagen Fur">Kopenhagen Fur</a> News</i>, September 2017, S. 15.</span>
</li>
<li id="cite_note-Pelzlexikon-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Pelzlexikon_23-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Alexander_Tuma" title="Alexander Tuma">Alexander Tuma</a>: <i>Pelz-Lexikon. A – Fachkunde.</i> XXII. Band. Verlag Alexander Tuma, Wien 1949. Stichwort <i>Blaufuchsfarbig</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Jochen Sager: <i>Scherereien</i>. In: <i>Die Pelzwirtschaft</i> 11/1989, CB-Verlag Carl Boldt, 5. Dezember 1989, S. 4.</span>
</li>
<li id="cite_note-Materialbedarf-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Materialbedarf_25-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Paul Schöps u.&nbsp;a.: <i>Der Materialbedarf für Pelzbekleidung</i>. In: <i>Das Pelzgewerbe</i> Jg. XVI / Neue Folge 1965 Nr. 1, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin u.&nbsp;a., S. 7–12. Anmerkung: Die Angabe für ein Body erfolgte nur, um die Fellsorten besser vergleichbar zu machen. Tatsächlich wurden nur für kleine (bis etwa <a href="Bisamfell" title="Bisamfell">Bisamgröße</a>) sowie für jeweils gängige Fellarten Bodys hergestellt, außerdem für <a href="Fellst%C3%BCcken" class="mw-redirect" title="Fellstücken">Fellstücken</a>. Folgende Maße für ein Mantelbody wurden zugrunde gelegt: Körper = Höhe 112 cm, Breite unten 160 cm, Breite oben 140 cm, Ärmel = 60 × 140 cm.</span>
</li>
<li id="cite_note-Prentice-26"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Prentice_26-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Prentice_26-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Arthur C. Prentice: <i>A Candid View of the Fur Industry</i>. Publishing Company Ltd., Bewdley, Ontario 1976, S. 199 (Gesamtanfall), 254 (Kanada) (englisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Finland’s Fur Traders: <i>November newsletter from Finland’s Fur Traders</i>. Pietarsaari 28.&nbsp;November 2015.</span>
</li>
<li id="cite_note-Cubaeus2-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Cubaeus2_28-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Paul Cubaeus, Alexander Tuma: <i>Das Ganze der Kürschnerei</i>. 2. überarbeitete Auflage, A. Hartleben’s Verlag, Wien, Leipzig 1911. S. 105.</span>
</li>
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<div class="klappleiste-kopf"><a href="Pelzarten" title="Pelzarten">Pelzarten</a></div>
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<div class="centered" style="display: table">
<p><a href="Affenfell" title="Affenfell">Affenfell</a>&nbsp;|
<a href="Alpakafell" title="Alpakafell">Alpakafell</a>&nbsp;|
<a href="Antilopenfell" title="Antilopenfell">Antilopenfell</a>&nbsp;|
<a href="Astrachan_(Pelz)" title="Astrachan (Pelz)">Astrachan</a>&nbsp;|
<a href="B%C3%A4renfell" title="Bärenfell">Bärenfell</a>&nbsp;|
<a href="Bassariskfell" title="Bassariskfell">Bassariskfell</a>&nbsp;|
<a href="Biberfell" title="Biberfell">Biberfell</a>&nbsp;|
<a href="Biberlamm" title="Biberlamm">Biberlamm</a>&nbsp;|
<a href="Bisamfell" title="Bisamfell">Bisamfell</a>&nbsp;|
<a class="mw-selflink selflink">Blaufuchsfell</a>&nbsp;|
<a href="Bluebackfell" class="mw-redirect" title="Bluebackfell">Bluebackfell</a>&nbsp;|
<a href="Breitschwanzfell" class="mw-redirect" title="Breitschwanzfell">Breitschwanzfell</a>&nbsp;|
<a href="Budge_(Lammfellart)" title="Budge (Lammfellart)">Budge</a>&nbsp;|
<a href="Buenolamm" title="Buenolamm">Buenolamm</a>&nbsp;|
<a href="Burundukfell" title="Burundukfell">Burundukfell</a>&nbsp;|
<a href="Chinchillafell" title="Chinchillafell">Chinchillafell</a>&nbsp;|
<a href="Coyotenfell" title="Coyotenfell">Coyotenfell</a>&nbsp;|
<a href="Dachsfell" title="Dachsfell">Dachsfell</a>&nbsp;|
<a href="Desmanfell" class="mw-redirect" title="Desmanfell">Desmanfell</a>&nbsp;|
<a href="Edelfell" title="Edelfell">Edelfell</a>&nbsp;|
<a href="Eichh%C3%B6rnchenfell" class="mw-redirect" title="Eichhörnchenfell">Eichhörnchenfell</a>&nbsp;|
<a href="Elchfell" title="Elchfell">Elchfell</a>&nbsp;|
<a href="Feh" title="Feh">Feh</a>&nbsp;|
<a href="Fichtenmarderfell" title="Fichtenmarderfell">Fichtenmarderfell</a>&nbsp;|
<a href="Fischermarderfell" title="Fischermarderfell">Fischermarderfell</a>&nbsp;|
<a href="Fohlenfell" title="Fohlenfell">Fohlenfell</a>&nbsp;|
<a href="Fuchsfell" class="mw-redirect" title="Fuchsfell">Fuchsfell</a>&nbsp;|
<a href="Gamsfell" title="Gamsfell">Gamsfell</a>&nbsp;|
<a href="Gazellenfell" class="mw-redirect" title="Gazellenfell">Gazellenfell</a>&nbsp;|
<a href="Gepardfell" title="Gepardfell">Gepardfell</a>&nbsp;|
<a href="Ginsterkatzenfell" title="Ginsterkatzenfell">Ginsterkatzenfell</a>&nbsp;|
<a href="Gnufell" class="mw-redirect" title="Gnufell">Gnufell</a>&nbsp;|
<a href="Grisfuchsfell" title="Grisfuchsfell">Grisfuchsfell</a>&nbsp;|
<a href="Guanakofell" title="Guanakofell">Guanakofell</a>&nbsp;|
<a href="Hamsterfell" title="Hamsterfell">Hamsterfell</a>&nbsp;|
<a href="Hasenfell" title="Hasenfell">Hasenfell</a>&nbsp;|
<a href="Hermelinfell" title="Hermelinfell">Hermelinfell</a>&nbsp;|
<a href="Hirschfell" class="mw-redirect" title="Hirschfell">Hirschfell</a>&nbsp;|
<a href="Hundefell" title="Hundefell">Hundefell</a>&nbsp;(<a href="Gaewolf" title="Gaewolf">Gaewolf</a>)&nbsp;|
<a href="Iltisfell" title="Iltisfell">Iltisfell</a>&nbsp;|
<a href="Indisch_Lamm" title="Indisch Lamm">Indisch Lamm</a>&nbsp;|
<a href="Irbisfell" class="mw-redirect" title="Irbisfell">Irbisfell</a>&nbsp;|
<a href="Jaguarfell" title="Jaguarfell">Jaguarfell</a>&nbsp;|
<a href="K%C3%A4ngurufell" class="mw-redirect" title="Kängurufell">Kängurufell</a>&nbsp;|
<a href="Rindshaut" title="Rindshaut">Kalbfell</a>&nbsp;|
<a href="Kaninfell" title="Kaninfell">Kaninfell</a>&nbsp;|
<a href="Karakulfell" title="Karakulfell">Karakulfell</a>&nbsp;|
<a href="Karibufell" class="mw-redirect" title="Karibufell">Karibufell</a>&nbsp;|
<a href="Katzenfell" title="Katzenfell">Katzenfell</a>&nbsp;|
<a href="Kitfuchsfell" title="Kitfuchsfell">Kitfuchsfell</a>&nbsp;|
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<a href="Kolinskyfell" title="Kolinskyfell">Kolinskyfell</a>&nbsp;|
<a href="Korsakfell" title="Korsakfell">Korsakfell</a>&nbsp;|
<a href="Kreuzfuchsfell" title="Kreuzfuchsfell">Kreuzfuchsfell</a>&nbsp;|
<a href="Lammfell" title="Lammfell">Lammfell</a>&nbsp;|
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<a href="Leopardkatzenfell" class="mw-redirect" title="Leopardkatzenfell">Leopardkatzenfell</a>&nbsp;|
<a href="L%C3%B6wenfell" title="Löwenfell">Löwenfell</a>&nbsp;|
<a href="Luchsfell" title="Luchsfell">Luchsfell</a>&nbsp;|
<a href="Marderfell" title="Marderfell">Marderfell</a>&nbsp;|
<a href="Marderhundfell" class="mw-redirect" title="Marderhundfell">Marderhundfell</a>&nbsp;|
<a href="Maulwurffell" title="Maulwurffell">Maulwurffell</a>&nbsp;|
<a href="Minkfell" class="mw-redirect" title="Minkfell">Minkfell</a>&nbsp;|
<a href="Pelzarten#Gleit-_oder_Flughörnchen,_Fellbezeichnung_„Fliegender_Hund“" title="Pelzarten">Molenda oder Fliegender Hund</a>&nbsp;|
<a href="Murmelfell" title="Murmelfell">Murmelfell</a>&nbsp;|
<a href="Nebelparderfell" title="Nebelparderfell">Nebelparderfell</a>&nbsp;|
<a href="Nerzfell" title="Nerzfell">Nerzfell</a>&nbsp;|
<a href="Nutriafell" title="Nutriafell">Nutriafell</a>&nbsp;|
<a href="Opossumfell" title="Opossumfell">Opossumfell</a>&nbsp;|
<a href="Otterfell" title="Otterfell">Otterfell</a>&nbsp;|
<a href="Ozelotfell" title="Ozelotfell">Ozelotfell</a>&nbsp;|
<a href="Ozelotkatzenfell" class="mw-redirect" title="Ozelotkatzenfell">Ozelotkatzenfell</a>&nbsp;|
<a href="Pahmi" title="Pahmi">Pahmi</a>&nbsp;|
<a href="Pantherfell" title="Pantherfell">Pantherfell (ägyptische Mythologie)</a>&nbsp;|
<a href="Pekanfell" class="mw-redirect" title="Pekanfell">Pekanfell</a>&nbsp;|
<a href="Karakulfell" title="Karakulfell">Persianerfell</a>&nbsp;|
<a href="Persianerklaue" title="Persianerklaue">Persianerklaue</a>&nbsp;|
<a href="Petschanikfell" class="mw-redirect" title="Petschanikfell">Petschanikfell</a>&nbsp;|
<a href="Pferdehaut" class="mw-redirect" title="Pferdehaut">Pferdehaut</a>&nbsp;|
<a href="Pijikifell" class="mw-redirect" title="Pijikifell">Pijikifell</a>&nbsp;|
<a href="Platinfuchsfell" title="Platinfuchsfell">Platinfuchsfell</a>&nbsp;|
<a href="Polarfuchsfell" title="Polarfuchsfell">Polarfuchsfell</a>&nbsp;|
<a href="Possumfell" title="Possumfell">Possumfell</a>&nbsp;|
<a href="Pumafell" title="Pumafell">Pumafell</a>&nbsp;|
<a href="Rehfell" class="mw-redirect" title="Rehfell">Rehfell</a>&nbsp;|
<a href="Rentierfell" title="Rentierfell">Rentierfell</a>&nbsp;|
<a href="Rindshaut" title="Rindshaut">Rindshaut</a>&nbsp;|
<a href="Robbenfell" title="Robbenfell">Robbenfell</a>&nbsp;|
<a href="Rosshaut" class="mw-redirect" title="Rosshaut">Rosshaut</a>&nbsp;|
<a href="Rotfuchsfell" title="Rotfuchsfell">Rotfuchsfell</a>&nbsp;|
<a href="Schaffell" class="mw-redirect" title="Schaffell">Schaffell</a>&nbsp;|
<a href="Schakalfell" title="Schakalfell">Schakalfell</a>&nbsp;|
<a href="Schildkr%C3%B6tleopardfell" class="mw-redirect" title="Schildkrötleopardfell">Schildkrötleopardfell</a>&nbsp;|
<a href="Schneeleopardfell" title="Schneeleopardfell">Schneeleopardfell</a>&nbsp;|
<a href="Sealfell" title="Sealfell">Sealfell</a>&nbsp;|
<a href="Seefuchsfell" title="Seefuchsfell">Seefuchsfell</a>&nbsp;|
<a href="Seehundfell" class="mw-redirect" title="Seehundfell">Seehundfell</a>&nbsp;|
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<a href="Skunkfell" title="Skunkfell">Skunkfell</a>&nbsp;|
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<a href="Viscachafell" title="Viscachafell">Viscachafell</a>&nbsp;|
<a href="Vogelfell" title="Vogelfell">Vogelfell</a>&nbsp;|
<a href="Wallabyfell" title="Wallabyfell">Wallabyfell</a>&nbsp;|
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<a href="Zebrafell" title="Zebrafell">Zebrafell</a>&nbsp;|
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Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-08-13" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Blaufuchsfell&amp;oldid=258834150">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
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